Die Therapie mit Heilkräutern hat in allen medizinischen Traditionen immer einen großen Stellenwert eingenommen, so auch in der europäischen. Das Wissen, das seit der Antike, im Mittelalter in den Klöstergärten weitergetragen wurde, bestimmte die Therapie bis in die Neuzeit. Erst mit dem Aufkommen chemischer Pharmazeutika wurde die Heilpflanze als Mittel der Therapie verdrängt.
Pflanzliche Präparate werden heute in den verschiedensten Bereichen zur Therapie verwendet:
- Volksmedizin
- Ethnomedizin (China, Indien, Tibet)
- Mittelalterliche Medizin, Hildegard-Medizin
- Schulmedizin in Form von Reinsubstanzen und Phytopharmaka
- Homöopathie
- Anthroposophisch erweiterte Medizin
- Aromatherapie
In den letzten Jahren ist auch die Bereitschaft der Ärzteschaft und der Patienten gestiegen, pflanzliche Drogen zur Therapie zu verwenden bzw. anzuwenden. In Deutschland wurde durch die sog. "Kommission E" (die durch das deutsche Bundesgesundheitsministerium installiert wurde) ein Expertengremium geschaffen, das die Wirksamkeit, Anwendung und Darreichung der Phytopharmaka untersucht und in Berichten veröffentlicht. Diese Erkenntnisse finden dann auch Eingang in die Prüfungsgestaltung an den Universitäten.
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